Geigele


Geigele

Artikel-Nr.: EV-B-1018

Auf Lager

13,90
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versand


mit Libreka reinlesen

Lebensbild einer Medialveranlagten

 

Ich kannte zwar schon die Bücher von Dr. Moody und Elisabeth Kübler-Ross, die in ihren Schriften viele eindeutige Beweise dafür erbracht haben, dass der Tod nicht das Ende ist. Die Lebens- und Jenseitsbeschreibung des jungen Mädchens Geigele geht jedoch noch viel weiter und erzählt sehr anschaulich von den vielen Fortschrittsstufen, die wir nach dem Tod im Jenseits zu bewältigen haben, um uns dem Himmel zu nähern und ihn endlich betreten zu dürfen.“ (Bernd Körner)

Dieses Buch spielt in deutschstämmigen Kreisen Amerikas und ist die Lebensbeschreibung einer jungen Frau, die von allen nur „Geigele“ genannt wird. Sie verfügt über besondere Gaben und besitzt eine innige Verbindung zum geistigen Reich.

Ähnlich wie die großen Mystiker Emanuel Swedenborg oder Jakob Lorber hat auch Geigele Zugang zu jener Welt, die wir Menschen als Jenseits bezeichnen und die unsere eigentliche Heimat ist. Sie wird zu einer Wanderin zwischen den Reichen, besucht an der Seite eines jenseitigen Führers die unterschiedlichen Spähren und erfährt viel über die göttlichen Schöpfungsgesetze.

Dieses Lebensbild einer Medialveranlagten ist ein wunderbares Zeugnis für die Einheit von Diesseits und Jenseits, für das Weiterleben nach dem Tod und für die große Weisheit, mit der der Herrgott die Schöpfung gebaut hat. Es gibt tiefe Einblicke in die geistigen Zusammenhänge des Lebens und in die diesseitigen wie jenseitigen Welten. Eine einzigartige Kostbarkeit für jeden Gottsucher.

 

 

Leseprobe

 

An der Eingangspforte zum Jenseits
(aus dem 10. Kapitel)

© 2010 Thomas Eich-Verlag, Werlenbach
Alle Rechte vorbehalten

 

Der Leiter und Beschützer Geigeles, ein Mann in glänzendem Gewande, der einstmals auf Erden ein großer Denker war, aber nur wenig Anerkennung während seines Erdenlebens gefunden hatte, half ihr aus ihrem Körper. Neben dem Beschützer stand lächelnd und Geigele begrüßend – ihr Fred! Es durchrieselte Geigele ein überaus beglückendes Gefühl, als Fred ihre Hand ergriff und sie an sich drückt. Sie sahen beide auf den wie tot im Bett liegenden Körper Geigeles, der nur schwache Anzeichen von Leben verriet. Daneben saßen die Mutter, Herr McCook und Dr. Lehmann, letzterer mit einer Schreibmappe auf den Knien. Alle blickten sie auf den Körper – wie lauschend. Geigele selbst fühlte sich zwar wunderbar frei, aber doch noch wie auf geheimnisvolle Weise an ihren daliegenden irdischen Körper gekettet. Es kam ihr so vor, als ob sich alle ihre Gefühle und Empfindungen auf diesen übertrugen, wodurch sie den Umsitzenden verständlich wurden, da sie darüber laut sprach, wovon sie selbst aber nichts wusste, obschon sie sich bewusst war, dass sie lebte und erlebte.

Der Beschützer, der sich als Aristos vorgestellt hatte, wandte sich jetzt mit den Worten an Fred und Geigele: „Zunächst will ich euch in eine Sphäre führen, die du, Fred, zwar schon kennst, da du ja auch nach deinem irdischen Ableben dort durchgegangen bist, doch die du jetzt, da du deine eigene Sphäre, wo du vorläufig noch hingehörst, gefunden hast, nun mit ‚wissendem‘ Bewusstsein spüren wirst, das heißt, du kannst nun über dem Verwirrenden dieser Sphäre stehen. Für Geigele freilich wird es ganz etwas Neues bedeuten. Sie soll diese Sphäre aber kennen lernen, um durch ihr Erleben in ihr gleichzeitig für die noch lebende Menschheit darüber zu berichten. Kommt!“

Damit war es, als ob sich alle aus dem Zimmer entfernten, in dem Geigeles Körper lag; doch sie vermochte es nicht recht anzugeben, ob es ein räumliches Entfernen oder nur ein örtlicher Szenenwechsel war. Es war hier auf den Ebenen, in die sie einging, wenn sie im irdischen Körper ihr Bewusstsein verlor, alles so ganz, ganz anders.

Plötzlich befanden sich alle drei in einer Landschaft, die sich am Horizont in neblige Umrisse auflöste. Es schien alles etwas durcheinander zu sein. Es kam Geigele fast wie eine Art von Sanatoriumsgarten vor. Dauernd tauchten, wie von ungefähr, Menschen in den allerverschiedensten Kleidungen und Trachten auf. Nach anfänglichem scheinbaren Herumirren näherten sich diesen immer bald andere Menschen, die hier sozusagen zu Hause zu sein schienen und wie Angestellte dieses scheinbaren Sanatoriumsgartens sich der alle Augenblicke wie von ungefähr auftauchenden Menschen freundlichst annahmen. Geschah das, so verschwanden sie wieder aus dem Gesichtsfeld, als ob sie sich aufgelöst hätten.

Geigele sah Fred erstaunt an; dieser lächelte.

„Und da bist du auch durchgegangen, ich meine durch diesen Sanatoriumsgarten?“, fragte sie betroffen.

„Ja“, gab Fred freundlichst zurück.

„Das ist der Platz“, fiel da Aristos erklärend in das Gespräch ein, „wo alle auf Erden Gestorbenen, also alle von ihren Menschenleibern befreiten Seelen zuerst im sogenannten ‚Jenseits‘ eintreffen. Das hier ist keine Räumlichkeit, die sich irgendwo im Kosmos befindet, sondern eine Zustandsörtlichkeit, die räumlich überall sein kann und sich dort bemerkbar macht, wo jemand stirbt. Das ist freilich für noch lebende Menschen etwas schwer verständlich. Für Fred wird das aber nicht mehr so unverständlich sein.“ Dabei blickte Aristos Fred freundlichst an, der zustimmend nickte.

„Nun, Geigele“, fuhr Aristos erklärend fort, „für dich ist das aber alles natürlich etwas ganz Neues und so auch für die Erdenmenschen, die einmal das anhand der Aufzeichnungen lesen werden, die Dr. Lehmann neben deinem irdischen Körper macht, da du ihn – ohne dass du es hier fühlst – über das alles durchs Erzählen unterrichtest.“

Nachdem alle drei eine Weile dem Kommen und Gehen auf dem Gelände zugeschaut hatten, fuhr Aristos erklärend fort: „Um das alles zu verstehen, wollen wir uns einmal einen Einzelfall herausgreifen. Seht dort den Mann, etwa zwischen siebzig und achtzig Jahren, der zögernd, staunend und etwas verwirrt aus dem schattenhaften Horizont auftaucht und sich wie hilfesuchend umsieht. Es ist die Seele eines gebildeten Menschen, der einen anständigen Charakter hatte, bei Lebzeiten niemandem absichtlich etwas Böses zufügte, mit jedermann gut auskam, Rücksichten kannte und nahm, sich aber um geistige Zustände nie ernstlich kümmerte. Er verlachte sie jedoch auch nicht, ließ sie aber nur als kindliche Einbildungen gelten. Er war überzeugt, dass für ihn nach dem irdischen Tode alles aus sein werde; nun ist er gestorben. Er weiß das aber noch nicht. Seht, jetzt nähert sich ihm jemand, der ein ähnlich freundliches Wesen hat. Lasst uns zuhören, worüber sie sich unterhalten.“

Ohne dass sich die drei fortbewegten, war es, als ob sie nun direkt neben der eben erst hier eingetroffenen Seele standen, ohne dass diese sie jedoch sehen konnte. Nur die freundliche Person, die sich dem Neuankömmling genähert hatte, schien die drei Beobachtenden wahrzunehmen, nickte ihnen aber nur wie einladend zu.

„Was ist denn bloß mit mir los? Wo bin ich?“, redete der Neuankömmling die zu ihm tretende Person an.

„Du bist gestorben, mein Freund, und grade im ‚Jenseits‘ angekommen, an das du ja nie geglaubt hast“, lautete die Antwort.

„Das verstehe ich nicht“, dabei fasste sich der Neuankömmling an die Stirn, als ob er über alles das erst mal ordentlich nachdenken müsste.

Nach einiger Zeit fiel sein Blick wieder auf die neben ihm stehende Person, die sich seiner annehmen will, und er fragte höflichst: „Entschuldigen Sie bitte, doch wer sind Sie denn? Ich kann mich nicht erinnern, Sie je vorher schon einmal gesehen zu haben.“

„Oh doch! Ich bin Charles Dunkan!“

„Charles Dunkan?“, wiederholte nachdenklich der Neuangekommene.

„Jawohl, Charles Dunkan,“ bekräftigte der Angeredete. „Und Sie sind Edward Laurel, der in der Stadt, in der Sie auf Erden lebten, der bekannteste Architekt war.“

„Ich verstehe immer noch nicht.“

„Warten Sie! Denken Sie mal etwa dreißig Jahre zurück. Damals arbeitete ich, Charles Dunkan, als Hilfsarchitekt in Ihrem Architekturbüro. Ein Gebäude stürzte ein und begrub mehrere Arbeiter unter den Trümmern. Man machte mich dafür verantwortlich, weil ich die hauptsächlichsten Berechnungen durchgeführt hatte. Erinnern Sie sich jetzt?“

„O ja, jetzt erkenne ich Sie!“

„Sie nahmen sich damals, als ich verurteilt wurde und dann im Zuchthaus starb, meiner Familie in uneigennützigster Weise an, ließen meine Kinder etwas lernen und unterstützten meine Frau, bis diese sich wieder selbst ernähren und ihr später von ihren Kindern geholfen werden konnte. Ich weiß, Sie betrachteten Ihre Handlungsweise als einen Akt der Anständigkeit. Lieber Freund, Ihr Handeln war ein Akt, der mich über das Grab hinaus verpflichtete und Ihnen – ohne dass Sie es wussten – als Verdienst zugeschrieben wurde. Darum bin ich es jetzt, der Sie bei Ihrem Eintreffen begrüßen und anfänglich beraten darf.“

„So, so, also tatsächlich tot bin ich! Merkwürdig, dabei habe ich vom eigentlichen Sterben gar nichts gespürt.“

„Das ist der Lohn für Ihre durchaus anständige Gesinnung ihren Mitmenschen gegenüber.“

„Dann gibt es also doch ein Fortleben, an das ich nie habe glauben können.“

„Ja, und das jetzige Leben – nach dem irdischen Tode – wird für Sie immer reicher und voller werden. Doch vorerst werden Sie einige Aufklärungsinstitute besuchen müssen, wo Ihnen jede Auskunft über Gott zuteil werden wird, die Sie wünschen. Überall werden Sie dabei von netten und freundlichen intellektuellen Menschen umgeben sein, so dass Sie sich daher direkt heimisch fühlen können.“

„Was wird denn dann aus mir, wenn ich die Institute absolviert habe?“

„Dann kommen Sie in eine Sphäre, die Ihrem Innersten entspricht.“

„Hoffentlich werde ich mich dort irgendwie betätigen können, denn nichts ist mir mehr zuwider als Herumsitzen.“

„Deswegen brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Hier im Jenseits gibt es so etwas wie Faulenzen überhaupt nicht, wenn man sich glücklich fühlen will. Erst überzeugen Sie sich aber vom Dasein Gottes, und Sie werden überrascht sein, wie sich die Umwelt für Sie zum Besten ändern wird.“

Damit endete die Unterredung, und Aristos, Fred und Geigele schienen wie durch unsichtbare Hände von den beiden Sprechenden abgerückt zu sein.

 

 

Weitere Produktinformationen

Autor:

Felix Schmidt

Umfang: 304 Seiten
Art/Einband: Taschenbuch
ISBN 978-3-940964-24-3
PDF-Leseprobe: Herunterladen

Zu diesem Produkt empfehlen wir

*
Preise inkl. MwSt., zzgl. Versand

Kunden, die dieses Produkt gekauft haben, haben auch diese Produkte gekauft

Der Eremit
16,00 € *
*
Preise inkl. MwSt., zzgl. Versand

Auch diese Kategorien durchsuchen: Felix Schmidt, Bücher aus dem Eich-Verlag, Das Verlagsprogramm des Eich-Verlags