Hüterin im Himmelsee


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Hüterin im Himmelsee

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Die Geheimnisse der Naturreiche

Spiritueller Roman von Lisa Schamschula

 

Die Innenarchitektin Vik lebt in einer Stadt in den Bergen. Eines Tages drängt es sie, in ein Nachbartal zu fahren. Dort begegnet sie einem Astralwesen, Arahal, der Tochter des Fürsten der Bergelben. Arahal erklärt Vik die Ordnung in den Naturreichen und bittet sie um Hilfe für das Tal, in dem diese Ordnung gestört ist. Der Leser begibt sich mit Vik auf eine spannende Reise. Eigenartige Träume wecken in ihr Erinnerungen an Herkunft und Geschichte ihres wahren Seins. Immer mehr erkennt sie die geheime Ordnung hinter den Dingen und stellt fest, dass sich alle Zusammenhänge offensichtlich im Alltag zeigen. Doch wird es ihr auch gelingen, das Tal zu retten?

 

DIE AUTORIN

Lisa Schamschula wurde 1968 in Frankfurt a.M. geboren. Sie studierte Industriedesign und arbeitet als Grafik-Designerin in Innsbruck. Die Bedeutung von Formen und Farben in der Natur faszinierten sie schon immer. Sie wollte mehr wissen und tiefer verstehen. So beschäftigte sie sich unter anderem mit den Lehren der Rosenkreuzer, der Kabbalah, Djwal Khuls, OSHOs und Bruno Grönings. Ihre Erkenntnisse und deren Anwendung im täglichen Leben haben sie zu ihrem ersten Buch „Hüterin im Himmelsee“ inspiriert. Neben dem tieferen Verstehen der Natur geht es Lisa Schamschula aber auch um berührende Charaktere, deren innere Entwicklung und eine spannende Handlung.

 

BUCHTRAILER

 

LESEPROBE

Erst am Mittwoch hat sie endlich wieder Zeit für einen Abendspaziergang. Sie braucht frische Luft und muss ein bisschen raus aus der Stadt. Wider ihre Gewohnheit entscheidet sie sich für die Route durch den kleinen Botanischen Garten, um dann weiter hinauf in den Wald zu steigen. Das Tor des Botanischen Gartens steht um diese Zeit noch offen, der Eintritt ist frei. Statt aber den üblichen Weg zu nehmen, biegt sie einfach rechts ab. Dort sind die hochalpinen Steingärten liebevoll angelegt. Sie nimmt einen kleinen Steg über den Teich und betrachtet die vielen unterschiedlichen Pflänzchen.

Einige von ihnen hat sie auch auf dem roten Felsen gesehen. Hier aber ist noch eine ganz andere Vielfalt ausgestellt. Fasziniert betrachtet sie die streng geometrischen Figuren dieser Steingewächse. Sie sind fast so klar wie bei den Mineralien. Ob das etwas mit dem Entwicklungsstand zu tun hat? Sie leben ja auch noch ganz dicht am Stein und mit dem Stein. Sie leben eigentlich noch vollkommen in seiner Ordnung. Vielleicht ist ihr Steinsein dann noch nicht so lange her? Dann überlegt sie, ob es wohl einen Unterschied gibt, welches Mineral sie aufnehmen und in welcher Ordnung, in welcher Taktung sie leben. Kann das Einfluss auf ihre Form haben? Wenn es so ist, wie Legorn sagt, dass ein Berg sich dem Wesen seines Geistes anpasst und nicht zufällig so aussieht, dann könnte das doch durchaus auch hier so sein. Sie ist sich aber noch nicht sicher, ob sie diese Sache so ganz verstanden hat und glauben will. Ob die Pflanzen eine andere Form annehmen, wenn sie eine Lebensgemeinschaft mit einem Stein haben, der kubische Kristalle bildet oder einem, der Tetraeder bildet? Oder sich bei dem einen Stein wohler fühlt als bei dem anderen? Ja, das ist sicher so. Das weiß sie noch aus dem Garten ihrer Großeltern. Manche Pflanzen gedeihen besser auf humusreichen Böden, manche auf lehmigen und manchen reicht ein Stein.

Als sie entscheidet, wieder weiterzugehen, versperrt ihr ein Jasminbusch, schwer beladen mit vollen, weißen Blüten, den Weg. Gerade jetzt, am Abend, verströmt er einen Duft, der Vik vollkommen betört. Sie erinnert sich an den Garten ihrer Kindheit, das Parfum ihrer Mutter, an eine Seife, die sie einmal in einem Urlaubshotel benutzt hat. Innerhalb von Sekunden sind all diese Bilder, Gefühle, Stimmungen, sind alle Menschen, die damit zu tun haben, in ihr. Sie schaut den Jasminbusch an und sagt. „Du alte Zauberin.“

Augenblicklich umfängt der Busch sie mit einem erhebenden, bezaubernden Gefühl. Da erkennt sie, dass das Pflanzenreich ihr soeben ein Geheimnis enthüllt hat. Der Duft! Natürlich riechen manche Mineralien. Bei Tieren und Menschen ist das meistens gar nicht so wunderbar, mit ihrem Geruch erleichtern sie ihrem Gegenüber jedoch die Entscheidung: Partner, Freund, Feind oder Beute. Pflanzen aber zaubern regelrecht mit ihrem Duft. Er kann würzig, herb, blumig, frisch, süß und so vieles mehr sein. Der Duft kann anregen, betören, entspannen oder aufhellen. Er zaubert Bilder und Erinnerungen in Sekundenschnelle in unser Gehirn und wirkt so heilsam. Ja, wie die Mineralien sind auch Pflanzen wahre Heiler – mildtätig und hingebungsvoll.

Eine weitere Gabe der Pflanzen fällt ihr ein: Sie wirken anziehend, ja richtiggehend magnetisch. Mit ihrem verführerischen Duft, ihrer farbenprächtigen Schönheit, und der verlockenden Süße, Schärfe oder Würze ihrer Früchte locken die Pflanzen andere Lebewesen an. Von der Biene über das Reh bis zum Menschen – alle werden von bestimmten Pflanzen besonders angezogen, um sich daran zu erfreuen und zu nähren. Dabei geben die Pflanzen nicht nur Nährstoffe weiter, sondern auch ihre sonnige, lebensfrohe, liebevolle Kraft. „So wie du, lieber Jasminbusch“, flüstert sie zwischen die Blüten und nimmt einen letzten betörenden Atemzug.

 

Weitere Produktinformationen

Autor:

Lisa Schamschula

Umfang: 240 Seiten

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